Die Blues Company wurde bereits 1976 von Todor „Toscho“ Todorovic und dem Pianisten Christian Rannenberg gegründet. Etwa 4.000 Auftritte in 14 Ländern haben sie gespielt und bis jetzt 26 Alben veröffentlicht. Die Musiker haben den Blues in Deutschland entscheidend geprägt. Am Freitag zelebrierten sie ein wahres Bluesfest vor zahlreichen Anhängern der Blues-Session, einer offenen Bühne im Kulturzentrum Schlachthof, und solchen, die es noch werden wollen.

Die vier Jungs leben den Blues. Das Gefühl ergriff wahrscheinlich viele Besucher im Schlachthof, der irgendwie wie ein schummrig beleuchteter Blueskeller anmutete. Bei einem Glas Wein oder Bier ließen sich die Bluesfans wortwörtlich von den Emotionen ergreifen, die die Musiker gekonnt in filigrane Melodien einpackten. Leicht swingender Blues, der zum Mitwippen einlädt, bis hin zu schwer triefenden Balladen spielten die Mannen um Charakterkopf Toscho, der sich bei Gesang mit Co-Bandleader und Gitarrenvirtuose Mike Titré abwechselte. Titel wie „Blues Been Good“, „Plastic People“, aber auch sehr nachdenkliche wie „Red Blood“ wurden an dem Abend zelebriert, stets kommentiert von Gitarrero Toscho.
Nach 90 Minuten setzte sich der Abend mit einer regulären Blues-Session fort, weiterhin musikalisch von der Blues Company unterstützt.