Kassel. Gestern Abend war es so weit: Der Gong ertönte und der erste Kampf der Boxnacht im Autohaus Dürkop konnte beginnen. Rund 900 Zuschauer waren gekommen, um dieses Spektakel zu erleben und sie wurden nicht enttäuscht. In dem großen Autohaus in Kassel-Waldau war ausreichend Platz, für musikalische Unterhaltung in Form der Sängerin Jolina Carl und das leibliche Wohl war gesorgt.

Insgesamt zehn Kämpfe wurden ausgetragen, starten durften Ege Kurt in der roten Ecke und Senad Alisic in der blauen Ecke. Schon in der zweiten Runde ging Alisic zweimal zu Boden und wurde ausgezählt. Kürzer fielen der zweite und dritte Fight aus, die jeweils in der ersten Runde durch KO für Hussein Muhamed und Fatih Keles entschieden wurden.

Den vierten Kampf entschied Nikola „Hammerfaust“ Milacic für sich und schickte Marko Angermann in der zweiten Runde auf die Matte. Im folgenden Kampf stand kein Unbekannter im Ring. Manuel „Diamond Boy“ Charr, für den nach dreifachem Bauchschuss vor neun Monaten ein Comeback ausgeschlossen schien, konnte in einem sieben Runden dauernden Kampf mit Andrei Mazanik beweisen, dass es an einem selbst liegt, erneut aufs Pferd zu kommen.

Die Live-Übertragung der folgenden Kämpfe begann um 21:15 Uhr mit einer Schweigeminute für die am Tag zuvor verstorbene Boxlegende Muhammad Ali.

Ein kurzes Vergnügen bescherte der sechste Kampf des Abends. Firat Arslan gelang es, seinen Gegner, Claudio Morroni Porto, in der ersten Runde dreimal auf die Matte zu schicken und entschied so den Fight für sich.

Actionreich lief der nächste Kampf zwischen Sven Fornling und Yevgeni Makhteienko. Über fünf Runden blieb es spannend, welcher der beiden ebenbürtigen Boxer siegreich sein würde. Der Schweiß floss in Strömen, bis Makhteienko den entscheidenden Treffer landete und der Kampf wegen technischem KO beendet wurde.

Genau wie der sechste wurde auch der achte Kampf recht kurz, nachdem Karo Murat seinem Gegner Est Hillman Tababary in der ersten Runde nach 2:15 Minuten eine Platzwunde an der linken Augenbraue verpasste.

Schlecht verlief der neunte Fight für Saul Farah, der in der ersten Runde von seinem Gegner, dem über zwei Meter großen Hünen Adrian Granat aus Schweden, dreimal zu Boden geschickt wurde und bereits nach 2:59 Minuten beenden musste.

Schließlich kam der Kampf, auf den viele gewartet hatten: Özcan Cetinkaya aus Kassel, der diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit ECBoxing Boxpromotion aus Hamburg ins Leben gerufen hatte und von Ex-Box-Weltmeister Graciano Rocchigiani trainiert wurde, trat gegen Frantisek Kynkal an. Nachdem Kynkal bereits in der ersten Runde zweimal zu Boden ging, war es für Cetinkaya ein Leichtes, ihn in der zweiten Runde nach nochmaligem zweifachen Bodenkontakt ins technische KO zu befördern und den Kampf für sich zu entscheiden.

Zufrieden äußerte sich Cetinkaya im Anschluss der Boxnacht: „Die Veranstaltung war gut, aber besser kann man es immer machen.“ Auf eine Fortsetzung werden Boxfans nicht lange warten müssen, bereits für November ist die nächste Fightnight geplant.