Mit musikalischer Unterstützung durch seinen langjährigen Freund Harry Bogdanovs präsentierte David Knopfler gestern in der etwas intimeren Atmosphäre des Theaterstübchens die schönsten Hits seiner Sololaufbahn.

„The Grace“ – diesen Namen trägt die aktuelle Tour Knopflers durch Deutschland, Österreich, Schweiz und Großbritannien. Knopfler sagt, dass “Grace” (englisch für Gnade) ein wiederkehrendes Thema in einer Reihe seiner Songs ist und dass sich das gleichnamige Album zum Teil damit beschäftigen wird. Jedoch gibt er nicht viel über seine eigene Perspektive zu diesem Thema preis: ”Es ist Kunst. Es muss nicht explizit sein. Jeder soll und wird seine eigene Bedeutung darin finden.”

Rau kommt Knopflers Gesang daher, filigran die Gitarrenklänge. Eingewoben in die Songs sind gesellschaftskritische Botschaften, ja sogar musikalische Mahnmale, die aber nicht mit erhobenen Zeigefinger daherkommen, sondern leicht, ruhig und lyrisch.

„Jericho“, „Hard Times in Idaho“ heißen die Geschichten und klingen manchmal ein wenig wie eine Unplugged-Version der Dire Straits. Wobei Gründungsmitglied Knopfler seinen eigenen Stil bewahrt und immer authentisch bleibt. Zwischen den Songs folgen kurze Anekdoten und Einwürfe.

Knopfler ist ein ruhiger Erzähler. Er schafft es, eine enspannte Atmosphäre zu erzeugen. Das Publikum im vollen und teilbestuhlten Stübchen ist begeistert.

Seine Solokarriere startete der Mitbegründer und Ex-Gitarrist der legendären Dire Straits bereits 1983, seitdem hat er 15 Alben veröffentlicht, das letzte „Grace“ zusammen mit Harry Bogdanovs. Stilistisch ist bei David Knopfler einiges dabei, darunter Rock, Blueselemente, Folk und Country.