Einen Blues-Abend der Superlative bekamen die Gäste des gut besuchten Theaterstübchens in Kassel am gestrigen Mittwochabend geboten. Drei Nachwuchskünstler traten im Rahmen der Blues Caravan 2014 auf, die erstmalig im Theaterstübchen Halt gemacht hatte.

Vor genau zehn Jahren schickte Blues-Promotor und Label-Chef Thomas Ruf zum ersten Mal seine Blues Caravan auf die Straße. Drei Musiker, alle auf der Schwelle zum großen Durchbruch, mit einer erstklassigen Backing-Band und die Gelegenheit, sich im Paket vor größerem Publikum zu bewehren. Das war das einfache Konzept Rufs und es ging auf. Zum Jubiläum kam die Blues Caravan auch ins Theatersübchen. Diesmal dabei: Albert Castiglia (USA), Laurence Jones (UK) und Christina Skjolberg (N). Unterstützt wurden die drei Musiker von Roger Innis (Bass) und Miri Miettinen (Schlagzeug).

Den Anfang am diesem Mittwochabend machte die Norwegerin Christina Skjolberg. Dabei überzeugt sie nicht nur mit ihrem virtuosen Gitarrenspiel, sondern nicht zuletzt auch mit ihrer herausragenden Bühnenpräsenz. Mit ihren Titeln wie „Hush“ und „Runaway“ begeisterte sie das Publikum. Christina Lorentzen Skjolberg wurde auf der kleinen norwegischen Insel Smøla geboren. Mit 12 Jahren griff sie dann erstmals selbst in die Saiten und seit 2007 ist die Linkshänderin an der Gitarre mit ihrer Mischung aus Funk ‘n’ Blues nicht mehr aus der Szene Skandinaviens wegzudenken.
Mit viel Herzblut und Energie spielte Laurence Jones das zweite Set. Nach dem Debutalbum „Thunder In The Sky“ (2012) ist es kein Wunder, dass der 21-jährige vom Classic Rock Magazin als „the head boy of the new breed“ betitelt wurde. Mit seinem Powertrio hat Laurence bereits Shows für Ikonen wie Pat Travers und Buddy Whittington eröffnet, spielte auf diversen Festivals und konnte durch seine energiegeladenen Shows auch das europäische Festland erobern. Das vielbeachtete Radio 2 von BBC verglich sein intelligentes Gitarrenspiel sogar mit dem eines jungen Robin Trower – aufregend und voller Energie.
Komplettiert wurde der Abend durch den US-Amerikaner mit kubanischen und italienischen Wurzeln Albert Castiglia. Er ist ein fantastischer Bluesgitarrist mit einer unglaublichen Energie. Albert Castiglia begann bereits als Teenager Gitarre zu spielen und Songs zu schreiben. Ein erster Durchbruch gelang ihm, als ihn Junior Wells für seine Band engagierte, mit der er mehrfach um die Welt reiste. 1997 wurde er vom New Times Magazin in Miami zum „Best Blues Guitarist“ gekürt. Im Jahr 2002 veröffentlichte er schließlich sein erstes eigenes Album namens „Burn“.