Zur zehnten Auflage des musikalischen Jahresabschlusses luden die „Alten Helden“ auch in diesem Jahr in die Fritzlarer Stadthalle. Die 800 Karten des „Best of 70th and 80th“ waren gewohnt schnell verkauft, die Abendkasse konnte wie in den letzten Jahren geschlossen bleiben. Zum Jubiläum hatten sich die Veranstalter eine kleine Änderung einfallen lassen. Sie ließen das Thema „Woodstock“ einfließen und jede Band spielte in ihrem Set Titel von Musikern jenes legendären Festivals.

So überraschten Flash Bat In The Roof mit einigen Titeln von Janis Joplin. Erstaunlich nahe kam Rockröhre Kim Hermann dem Original, als sie Titel wie „Me And Bobby McGee“, „Mercedes Benz“ und „Piece Of My Heart“ zelebrierte.
Rockmachine aus Kassel waren nun zum dritten Mal dabei. Mit Spaß und Energie spielten sie Titel wie „Whiskey In The Jar“ und „Here I Go Again“. Nach einem Lindenberg-Medley überraschten die „Maschinisten“, die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiern, mit The Who-Titeln wie „See Me Feel Me“, „Who Are You“, „Pinball Wizard“ und „My Generation“. Im Anschluss folgte eine Creedence Clearwater Revival-Huldigung mit den Titeln „Down On The Corner“, „Up Around The Bend“ und „Suzie Q“.
Rockmachine-Sänger Ulf Gottschalk blieb auf der Bühne und präsentierte mit Harry Stingl, Kim Hermann und weiteren Musikern eine Hommage an Crosby, Stills, Nash and Young mit den Titeln „Carry On“ und „Love The One You’re With“. Lateinamerikanische Rhythmen und tänzerische Einlagen auf und vor der Bühne folgten im Anschluss. San-A-Tana spielten Hits wie „Black Magic Woman“ und „Samba Pa Ti“.
In Gedenken an den vor wenigen Tagen verstorbenen Joe Cocker fiel das diesjährige Set von Nordhessens Vorzeige-Cocker-Coverband Chip’n Steel etwas umfangreicher aus. Das insgesamt zehnköpfige Ensemble um Michael Dippel, der dem Original in Stimme und Bühnenpräsenz erstaunlich nahe kommt, startete mit „Up Where We Belong“. Das Publikum war begeistert. Weiter ging es mit Creedence Clearwater Revival (Proud Mary), The Band (The Weight) und Canned Heat (Let’s Work Together).
Zusammen mit der Steven Stealer Band spielte und sang Michael Dippel im Anschluss ein Jimi Hendrix-Set, bestehend aus den Titeln „Purple Haze“, „All Along The Watchtower“ und „Hey Joe“. Stealer-Gitarrist Paul Kersten begeisterte einmal mehr mit seinen Soli. Das letzte Set war für die gesamte Steven Stealer Band. Sänger Mike Gerhold ließ mit Songs wie „Burn“, „I Was Made For Loving You“ und „Love Is Like Oxygen“ seine Bühnenenergie in die zu diesem Zeitpunkt bereits sichtlich gelichteten Reihen pulsieren.
Gegen 2:30 Uhr ging auch dieses hochkarätige Festival in die nordhessische Rockgeschichte ein und man darf sich bereits auf die nächste Auflage freuen.