„Von der Straße in den Club“ – Felix Meyer erzählt Geschichten, seine eigene ist dabei jedoch nicht weniger interessant. Zusammen mit seiner Band trat er am Freitagabend im Kulturzentrum Schlachthof auf.

Als Straßenmusiker tingelte die Band schon vor etwa 15 Jahren von Stadt zu Stadt. Entdeckt wurden sie vom Produzenten Peter Hoffmann in einer Fußgängerzone in Lüneburg. Kurz darauf entstand auch schon das erste Album „Von Engeln und Schweinen“. Das Außergewöhnliche an dem Werdegang der sechs Musiker ist, dass sie trotz ihres Erfolges an ihrem „Konzept“, der Straßenmusik, weiterhin festhalten. Das erste Album verkaufte sich bei Straßenkonzerten so gut, dass es auf dem normalen Handelsweg eine Platzierung auf den vorderen Plätzen der Charts erreicht hätte. Getreu seinem Motto „von der Straße in den Club“ möchte Felix Meyer sein Publikum tagsüber neugierig auf einen Clubbesuch am Abend machen. Aus diesen Erlebnissen und Emotionen auf den Straßen Europas lässt Sänger und Texter Felix Meyer neue Lieder entstehen.

Nachdem ein Film über den Werdegang der Band gezeigt wurde, betreten die sechs Musiker die Bühne und eröffnen das Konzert mit den Titeln „Bisher noch unerreicht“, „Fantasie“ und „Bilder wie Gefühle“. Irgendwo zwischen Folk, Chanson und Poesie angesiedelt erzählt Bandleader Felix Meyer seine Geschichten und festigt zwischen den Songs auf seine sympathische Art den Kontakt zum Publikum. Tiefgründig, dynamisch und abwechslungsreich lassen die Musiker ihre Klänge wirken und berühren damit die Konzertbesucher auf ihre Art, was manch einem Zuhörer ins Gesicht geschrieben scheint. Die Instrumentalisten des Ensembles, bestehend aus Olaf Niebuhr (Gitarre, Banjo, Gesang), Erik Manouz (Gitarre, Percussion, Gesang), Johannes Bigge (Akkordeon, Piano), Claudius Tölke (Kontrabass, Gesang) und Johannes Sens (Schlagzeug, Percussion) breiten einen Klangteppich aus, der sich wunderbar in die markante Stimme des Sängers einfügt.
„Postkarten“, „Herbsttag“ oder das „Hinterhofkino“ – Chansonnier Felix Meyer hat viel zu erzählen. Und wer weiß, vielleicht entstand ja auch in Kassel eine Idee für den nächsten Song.