Konnichiwa! Bunt und schrill ging die diesjährige Manga- und Anime-Convention am Sonntagabend zu Ende. 26.000 Fans und Interessierte besuchten die Connichi an den drei Tagen in den Räumlichkeiten des Kongress Palais.

Auf dem Stadthallengelände sah man Dämonen, Feenwesen, Zauberer und zahlreiche Comic- und Manga-Helden. „Sehen und gesehen werden“ lautete die Devise. Dass die Träger, die sogenannten Cosplayer, teilweise monatelange Arbeit in die Erstellung ihrer Kostüme investiert hatten, konnte man den vielen kunstvollen Kreationen ansehen. Ihre Vorbilder waren dabei oft Helden aus Manga und Anime, aber auch aus anderen Fantasybereichen, so sah man hier auch einige Gandalfs und Orks durch den Garten spazieren.

Chie Hanawa an der Tsugaru-Shamisen

Den Kern der Veranstaltung bildete das straffe Programm im Kongress Palais selbst. Angeboten wurden zahlreiche Workshops, darunter zum Beispiel Cosplayfotografie, die Erstellung von Kostümen und Make-Up-Anleitungen für das richtige Outfit an den drei bunten Tagen. Im Gamesroom konnten Interessierte die neuesten Spiele an den jeweiligen Konsolen testen. Highlights waren auch die Konzerte, darunter der Auftritt von Kazuya Sato und Chie Hanawa, die am Eröffnungstag ihrer Ryûteki-Flöte und der Shamisen wunderschöne Melodien entlockten. Angela, bestehend aus der Sängerin Atsuko und dem Gitarristen KATSU, begeisterten am Samstag das Publikum im vollen Festsaal.

Etwa 60 Verkaufsstände, zahlreiche Signierstunden und viele Cosplay-Aufführungen rundeten das Angebot ab. Langeweile kam bei keinem Besucher auf. Es gab unheimlich viel zu entdecken.

Dass es bei 26.000 Besuchern, darunter vielen Anreisende, im Bereich der Stadthalle und darüber hinaus zu Parkplatzproblemen kommt, war vorauszusehen. Besonders am Samstag waren die Parkplätze im Umkreis von mehreren Kilometern nahezu vollständig belegt. Das Ordnungsamt hatte alle Hände voll zu tun, die vielen Falschparker mit Knöllchen zu versorgen. Ähnlich eng wurde es bei der KVG. Oftmals mussten An- und Abreisende an ihren Haltestellen stehenbleiben, weil die Bahnen voll waren.