Harvest Moon – das sind sechs in der Region bekannte Musikerinnen und Musiker – alle unterwegs in unterschiedlichen Musikrichtungen – die die Begeisterung für die Musik Neil Youngs zusammengeführt hat. Dabei spielen sie nicht stur Kopien der Originalsongs, sondern lassen ihre eigenen Interpretationen einfließen.

„Ursprünglich sollten zur Feier von Neil Youngs Geburtstag siebzig seiner Songs gespielt werden. Da dass aber doch den Rahmen gesprengt hätte, entschieden wir uns für siebzig Minuten – plus Zugaben – seiner schönsten Hits“, erklärte Theaterstübchen-Chef Markus Knierim schmunzelnd vor Konzertbeginn. Die Zuschauer hätten wohl auch keine Einwände gegen siebzig Titel gehabt, denn Harvest Moon, deren Bandname vom gleichnamigen Song des kanadischen Rockmusikers herrührt, begeisterten von der ersten Minute.

Stimmgewaltig startete das Ensemble mit „When You Dance I Can Really Love“ und „Don’t Let It Bring You Down“. Hugo Scholz, der Mann am Schlagzeug, überzeugte auch stimmlich auf ganzer Linie. Ebenso die beiden Sängerinnen Laura Jostes, die hier einmal mehr mit ihrer filigranen Gänsehautstimme begeisterte, und die eine Nuance rauchiger singende Heidi Winter gaben jedem einzelnen Song eine persönliche Note. Die Rollen von Leadgesang und Background wechselten ab, dadurch entstanden facettenreiche Eindrücke. So wurde jeder weitere Song wie „No Wonder“, „I’ve Been Waiting for You“, „Old Man“ und „Helpless“ zu einer ganz besonderen Interpretation und das Konzept wurde ebenso abwechslungsreich wie Youngs Musik selbst.

Auch der instrumentale Teil der Band, bestehend aus Frank Sommerfeld (Gitarre), Udo Krüger (Keyboard, Gitarre, Gesang) und Heiko Eulen (Bass) überzeugte und schuf eine klangvolle Basis, gespickt mit dem einen oder anderen Solo der Instrumentalisten, die wahrscheinlich jeder schon einmal in anderer Gruppierung auf den Bühnen der Region gesehen hat. Harvest Moon schufen ein begeisterndes Geburtstagsständchen zum 70. Geburtstag des Meisters. Der verdiente Applaus war sicher.