Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie unsere Website weiter besuchen können. Datenschutzerklärung Akzeptieren
Linn & Band im Theaterstübchen
Linn & Band im Theaterstübchen

Ein voller Saal, gespannte Erwartung – und von der ersten Minute an eine besondere Atmosphäre: Linn & Band begeisterten am Sonntagabend im Theaterstübchen mit einer musikalischen Reise durch mehrere Jahrzehnte Pop- und Rockgeschichte.

Von Klassikern bis hin zu aktuellen Hits spannten sie den Bogen. Bekannte Songs von Tracy Chapman, Alannah Miles, Bruce Springsteen, Amy Winehouse oder Miley Cyrus erhielten in frischen Arrangements und mit dreistimmigem Gesang eine ganz eigene, unverwechselbare Note.

Im Mittelpunkt standen die Stimmen von Linda „Linn“ Wenzel, Michelle Garcia und Henning Berthold. Linn überzeugte mit ihrer kraftvollen, facettenreichen Stimme, die besonders bei den Songs von Amy Winehouse für Gänsehaut sorgte. Michelle Garcia stand ihr in nichts nach und beeindruckte mit emotionaler Intensität – gemeinsam glänzten beide in erstklassigen Duetten. Henning Berthold rundete das Trio mit seiner rauchig-warmen Stimme ab, die dem Abend eine besondere Tiefe verlieh und für intime Gänsehautmomente sorgte. Darüber hinaus bereicherte er den Sound der Band mit feinfühligem Gitarrenspiel.

Besonders berührend waren jene Augenblicke, in denen die Band nicht die großen, allseits bekannten Hits spielte, sondern Stücken jenseits des Mainstreams ihre Stimme verlieh. Gerade in diesen Momenten entstand eine fast greifbare Nähe zwischen Musikern und Publikum. So erhielten Stücke wie Kleinfeindaheim eine ungeahnte Intensität – ein musikalisches Kleinod, dem Linn & Band mit viel Gefühl und Feinsinn eine Tiefe schenkten, die den Raum in stille Andacht tauchte.

Zusammen mit der virtuosen Begleitung von Miko Mikulic an der Geige und Fabian Fenner an der Gitarre entstand so ein harmonisches Klangbild, das die Vielfalt des Programms perfekt unterstrich.

Das abwechslungsreiche Repertoire bot einen gelungenen Mix aus englisch- und deutschsprachigen Hits. So standen etwa The First Cut Is the Deepest neben Klassikern wie Ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein.

Das Publikum dankte es mit begeistertem Applaus und strahlenden Gesichtern – viele Besucher, ein rundum zufriedenes Haus und ein Konzertabend, der lange nachklingen wird.

Sean Chambers & Savoy Brown
Sean Chambers & Savoy Brown

Mit einem echten Paukenschlag startete das Theaterstübchen in die neue Blues-Saison: Sean Chambers & Savoy Brown gaben am Montagabend ein Konzert, das von Anfang an für elektrisierende Stimmung sorgte. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, und die Besucher bekamen das, wofür sie gekommen waren – Blues in seiner reinsten und zugleich rockigsten Form.

Schon mit den ersten Takten wurde klar, dass hier nicht nur Routine abgespult wird, sondern Leidenschaft auf der Bühne steht. Chambers, der bereits 1998 als Gitarrist und Bandleader des legendären Hubert Sumlin begann und heute als einer der besten Bluesgitarristen seiner Generation gilt, entlockte seiner Gitarre Soli von atemberaubender Intensität. Mit schmerzverzerrtem Gesicht kämpfte er sich förmlich durch seine Riffs, und gerade diese Hingabe ließ die Musik unter die Haut gehen.

Unterstützt wurde er von der grandiosen Rhythmussektion der ehemaligen Savoy Brown-Band: Pat De Salvo am Bass und Garnet Grimm am Schlagzeug. Beide gaben dem Konzert ein sattes Fundament, trieben Chambers’ Gitarrenspiel kraftvoll nach vorne und setzten auch gesanglich feine Akzente. Das Zusammenspiel des Trios wirkte eingespielt, tight und voller Energie – ein echtes Erlebnis für Blues-Fans.

Die Setlist bot eine Mischung aus Chambers’ eigenem Repertoire und Klassikern von Savoy Brown. Songs wie Trouble & Whiskey, Healing Ground oder Ten Til Midnight wechselten sich ab mit Savoy Brown-Hymnen wie Poor Girl oder Tell Mama. Mit Bullfrog Blues und Howlin’ for my Darling gab es dazu Blues-Standards, die das Publikum begeisterten und immer wieder zum Mitwippen brachten. Besonders Be Careful with a Fool und das groovige Brown Sugar setzten emotionale Höhepunkte, bei denen Chambers’ Gitarrensoli fast schon ekstatisch wirkten.

Nach zwei Stunden Spielzeit war klar: Dieses erste Blues-Konzert der Saison war ein voller Erfolg. Das Publikum verabschiedete die Musiker mit begeistertem Jubel.


Sentimental Season im Theaterstübchen
Sentimental Season im Theaterstübchen

Mit einem sehr gut besuchten Abend startete das Theaterstübchen in die neue Konzertsaison – und hätte dafür keinen passenderen Auftakt wählen können. „Sentimental Season“, das Trio um die beiden Sängerinnen Tabea Henkelmann und Katja Friedenberg sowie Pianist und Sänger Thomas Höhl, begeisterte das Publikum vom ersten Ton an.

Das Konzept der Formation, die ursprünglich aus zwei Duos hervorgegangen ist, erwies sich einmal mehr als künstlerisch wie atmosphärisch stimmig: Mal sangen die beiden Sängerinnen im innigen Duett, mal mischten sich drei Stimmen zu einem dichten, gefühlvollen Klanggewebe, stets getragen von Höhls feinfühligem Klavierspiel. Bekannte Popsongs, soulig gefärbte Klassiker und überraschende Songs aus Folk und Country wurden in eigenen Arrangements präsentiert – und genau darin lag der besondere Reiz des Abends.

Die samtweichen Stimmen füllten den Raum, während die Musiker mit spürbarer Freude musizierten und charmant durch das Programm führten. Mal rührten sie ihr Publikum zu Tränen, mal brachten sie es mit humorvollen Zwischentönen zum Lachen. So entstand eine entspannte, intime Atmosphäre, in der Musik und Herzlichkeit gleichermaßen ihren Platz fanden.

Am Ende war klar: Dieser Saisonauftakt war mehr als gelungen. Mit Sentimental Season erlebte das Theaterstübchen einen Abend voller Emotionen, Wärme und musikalischer Raffinesse – und die Gäste gingen mit leuchtenden Augen nach Hause.


Soul2Soul im Theaterstübchen
Soul2Soul im Theaterstübchen

Am Donnerstag lud das Ensemble Soul2Soul zu einem entspannten musikalischen Erlebnis der Extraklasse ins gemütliche Theaterstübchen ein. Die vier Musiker Micha Margraf, Aris Parwiz, Thomas „Stolle“ Stolkmann und Peter Staab bewiesen eindrucksvoll, dass sie nicht nur perfekt harmonieren, sondern auch mit einem vielseitigen Repertoire, großartigen Stimmen und beeindruckenden Soli zu überzeugen wissen.

Die Atmosphäre war lebendig und intim: Von der ersten Note an zog die Band das Publikum im Theaterstübchen in ihren Bann. Micha Margraf beeindruckte mit samtweicher Stimme bei Songs wie „Sing“ von Travis und dem unsterblichen Klassiker „Stand By Me“ von Ben E. King. Seine gefühlvolle Interpretation und das einfühlsame Spiel an Gitarre, Bass und Cajon machten seine Darbietungen zu einem Highlight. Aris Parwiz verlieh dem Konzert mit seinem emotionalen Gesang und lateinamerikanisch inspirierten Klängen eine besondere Note. Seine Leidenschaft war bei jedem Ton spürbar und sorgte für bewegende Momente. Ein weiterer Höhepunkt war die markante Stimme von Thomas „Stolle“ Stolkmann, der mit Soul-, Blues- und Funkklassikern wie den James-Brown-Klassiker „I Got You“ und „Georgia on My Mind“ von Ray Charles das Publikum begeisterte. Besonders seine virtuosen Gitarrensoli verliehen den Songs eine mitreißende Dynamik, die jeden im Club ergriff. Peter Staab brillierte am Keyboard und zeigte mit seiner Interpretation des Beatles-Klassikers „Hey Jude“ sein beeindruckendes Können. Sein lebendiges Spiel ergänzte die Band perfekt und brachte das Publikum zum Jubeln.

Das Zusammenspiel der vier Musiker war schlichtweg makellos. Die Mischung aus sanften Balladen, mitreißenden Funkstücken und gefühlvollen Klassikern ließ keinen Wunsch offen. Das Publikum bedankte sich mit langanhaltendem Applaus und sichtlicher Begeisterung.

Six5Zero rockten das Theaterstübchen
Six5Zero rockten das Theaterstübchen

Am Sonntag bebte das Theaterstübchen in Kassel, als die Rock-Coverband Six5Zero auf der Bühne stand. Die Band begeisterte mit einer beeindruckenden Mischung aus kraftvollen Rock-Hymnen und mitreißender Bühnenpräsenz.

JP Storm, der charismatische neue Frontmann der Band, bewies von der ersten Minute an, warum er eine Bereicherung für Six5Zero ist. Mit seiner markanten, kraftvollen Stimme und seiner Präsenz zog er die Zuschauer in seinen Bann. Besonders beeindruckend war seine Interpretation von Klassikern wie „Rebell Yell“ (Billy Idol) und „Zombie“ (The Cranberries), bei der er eine ganz eigene Note einbrachte. Musikalisch bot die Band ein Feuerwerk: Jay Whaley an der Gitarre glänzte mit rasanten Riffs und mitreißenden Soli. Sein Spiel zeigte die Virtuosität und Leidenschaft, die ihn als Musiker auszeichnen. Am Keyboard bewies Mike Amthor, dass er mit seiner Erfahrung aus über zwei Jahrzehnten Bandgeschichte ein wichtiger Eckpfeiler des Sounds von Six5Zero ist. Seine akzentuierten, melodischen Einlagen gaben den Songs eine zusätzliche Tiefe und sorgten für besondere Momente im Set. Das rhythmische Rückgrat der Band bildeten Tobias Nuhn am Bass und Torsten Armbröster am Schlagzeug. Während Tobias mit präzisen, groovigen Basslines die Grundlage für den Sound lieferte, brachte Torsten mit seinem energiegeladenen Schlagzeugspiel eine Dynamik ins Set, die manche nicht mehr auf den Sitzen hielt.

Die Setlist war eine Hommage an die großen Namen des Rock: Von den kraftvollen Klängen von Linkin Park und Green Day bis zu den sanfteren Tönen von Snow Patrol – Six5Zero verstand es, die Essenz ihrer Vorbilder aufzugreifen und dennoch ihren eigenen Stil zu bewahren. Das Theaterstübchen, bekannt für seine intime Atmosphäre, erwies sich als der perfekte Ort für diese mitreißende Show. Nach zwei Sets endete das Konzert mit einer Würdigung des deutschen Rock und damit verbundenen Interpretationen des Giesinger-Songs „80 Millionen“ sowie der Hosen-Hymne „Tage wie dieser“. Applaus.

Joe-Cocker-Tribute-Show mit Chip n' Steel
Joe-Cocker-Tribute-Show mit Chip n' Steel

Am Sonntagabend verwandelte sich das Theaterstübchen in Kassel erneut in einen stimmungsvollen Ort der Erinnerung an den unvergesslichen Joe Cocker. Die nordhessische Band Chip n' Steel lud, wie schon in den Jahren zuvor, zu ihrem mittlerweile traditionellen Tribute-Konzert ein. Und es war klar: Die Musikerinnen und Musiker hatten sich vorgenommen, die Seele und Energie des legendären englischen Bluessängers ein weiteres Mal lebendig werden zu lassen.

Mit Michael Dippel am Mikrofon, der als stimmliche und mimische Verkörperung von Joe Cocker gilt, begann der Abend mit einer Gänsehaut-Performance von Klassikern wie "Could You Be Loved" und "Respect Yourself". Dippels rauchige Stimme und seine ausdrucksstarke Bühnenpräsenz machten schnell deutlich, warum diese Band als das ultimative nordhessische Joe-Cocker-Tribute gilt. Es folgten zeitlose Stücke wie "When the Night Comes" und "Unchain my Heart", die vom achtköpfigen Ensemble derart brillant interpretiert wurden, dass so mancher Besucher sich gedanklich in vergangenen Cocker-Konzerten wiederfand.

Unterstützt wurde Dippel von einer großartigen Besetzung, die sich durch technische Virtuosität und spürbare Spielfreude auszeichnete: Michael Washausen lieferte auf der Gitarre beeindruckende Soli, während Frank Wimmel mit atmosphärischen Keyboard-Klängen das Fundament für die gefühlvolle Musik legte. Jürgen Bock am Bass und Tobias Schopf am Schlagzeug bildeten das kraftvolle Rhythmusgespann, das sowohl groovige als auch melancholische Momente perfekt einfing.

Ein besonderes Highlight war das Zusammenspiel der beiden Saxophonisten Hugo Scholz und Konrad Schmidt, die mit ihren Bläser-Parts die soulige Note in Cockers Songs betonten. Die Percussion-Einlagen von Scholz verliehen der Performance zusätzlichen Drive. Nicht zu vergessen die Stimmen von Laura Jostes und Nicole Koller, die als Background-Sängerinnen nicht nur für harmonische Ergänzungen sorgten, sondern in Solo-Passagen ebenfalls brillierten.

Das Publikum im proppenvollen Theaterstübchen, darunter viele treue Fans von Joe Cocker und Chip n' Steel, zeigte sich begeistert. Mit tosendem Applaus honorierten die Zuhörer die Darbietung, die von kraftvollen Rock-Nummern bis hin zu gefühlvollen Balladen reichte.

Joo Kraus im Theaterstübchen
Joo Kraus im Theaterstübchen

Am Dienstag präsentierte der Ulmer Trompeter Joo Kraus im Theaterstübchen sein neues Album „No Excuse“ und nahm die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise voller Farben, Emotionen und Groove.

Bereits mit den ersten Tönen von Kraus‘ Trompete wurde deutlich, dass hier ein Musiker auf der Bühne steht, der keine Genregrenzen kennt. Unterstützt von seiner exzellenten Band – Jo Ambros (E-Gitarre), Ulf Kleiner (Fender Rhodes, Keyboard), Veit Hübner (Kontrabass) und Torsten Krill (Schlagzeug) – nahm Kraus das Publikum mit auf eine Tour durch die unterschiedlichsten Stile. Von funkigen Rhythmen (Chaka Boom) bis hin zu emotionalen Dub-Balladen (Surfin at Night) war alles vertreten. Besonders beeindruckend war, wie mühelos die Band zwischen den Stilen wechselte und dennoch einen klaren, unverkennbaren Sound beibehielt.

Joo Kraus ist ein Musiker, der sich weder durch Trends noch durch die Mechanismen der Musikindustrie einschränken lässt. Seine Authentizität war in jedem Moment spürbar – sei es in den Ansagen zwischen den Stücken, in denen er über die Entstehung seines Albums sprach, oder in den ehrlichen, oft persönlichen Kompositionen. Songs wie „No Excuse“ oder „Save Me“ sind nicht nur musikalisch brillant, sondern auch inhaltlich kraftvoll, da sie gesellschaftspolitische Themen aufgriffen und zur Reflexion anregen. Spätestens bei den energiegeladenen Improvisationen war klar: Hier erleben wir keinen routinierten Auftritt, sondern echte Leidenschaft. Das Theaterstübchen, bekannt für seine intime Atmosphäre, bot den perfekten Rahmen für die vielschichtigen Klänge der Band.

Mit No Excuse hat Kraus bewiesen, dass Musik keine Erklärungen braucht, sondern vor allem eines sein sollte: echt. Ein Abend voller „Good Vibes“, der lange nachklingen wird.

Yasi Hofer begeisterte im Theaterstübchen
Yasi Hofer begeisterte im Theaterstübchen

Am Donnerstag bot Yasi Hofer im Theaterstübchen Kassel ein Konzert, das die Grenzen zwischen technischer Brillanz und emotionaler Tiefe verschwimmen ließ. Die 1992 in Ulm geborene Ausnahmegitarristin, die ihre musikalische Laufbahn einst mit der Geige begann, hat sich längst als feste Größe in der Welt der E-Gitarre etabliert – und das bewies sie an diesem Abend eindrucksvoll.

Gemeinsam mit Steffen Knauss am Bass und Christoph Scherer am Schlagzeug präsentierte Hofer Stücke aus ihren bislang vier Alben. Schon mit den ersten Tönen war klar, warum sie von Größen wie Steve Vai, der sie bereits als Teenager auf die Bühne holte, geschätzt wird: Ihre unvergleichliche Technik und musikalische Sensibilität erzeugen eine Präsenz, die den Raum unmittelbar erfüllt.

Die Setlist des Abends war vielseitig: Von kraftvollen, rockigen Kompositionen (Rollin on) über sphärische, fast träumerische Melodien (Freedom) bis hin zu energiegeladenen Improvisationen (Ram) ließ Hofer die Bandbreite ihres Könnens aufblitzen. Besonders beeindruckend war ihr unverkennbarer Gitarrenton – mal kraftvoll und dynamisch, mal filigran und einfühlsam. Die virtuosen Soli wurden vom Publikum mit tosendem Applaus belohnt, doch auch die ruhigeren Momente fanden ihren Platz und sorgten für emotionale Gänsehautmomente.

Auch ihre Band wusste zu begeistern. Steffen Knauss und Christoph Scherer bildeten ein eingespieltes Team, das Hofers Gitarrenspiel perfekt ergänzte. Knauss überzeugte mit satten Basslinien, die sowohl in den groovigen Passagen als auch in den ruhigeren Momenten die perfekte Balance fanden. Scherer sorgte mit seinem präzisen und kraftvollen Schlagzeugspiel für den rhythmischen Puls, der die Stücke zum Leben erweckte.

Das Publikum im Theaterstübchen zeigte sich begeistert von Hofers virtuoser Gitarrenkunst. Tosender Applaus.

Big Daddy Wilson begeisterte im Theaterstübchen
Big Daddy Wilson begeisterte im Theaterstübchen

Am Freitagabend verwandelte sich das Theaterstübchen in Kassel in eine stimmungsvolle Blues-Oase. Big Daddy Wilson und seine Band „The Goosebumps Bros.“ – bestehend aus Cesare Nolli an der Gitarre, Paolo Legramandi am Bass und Nik Taccori am Schlagzeug – lieferten eine Show, die das Publikum von der ersten bis zur letzten Note mitriss. Die ausverkaufte Veranstaltung war ein Beweis für die Beliebtheit des charismatischen Sängers, der mit seiner warmen, tiefen Stimme und seiner humorvollen Art das Publikum begeisterte.

Bereits mit dem Song „Dance Little Momma“ legte die Band ein energiegeladenes Fundament, das die Zuhörenden sofort in seinen Bann zog. Der Groove der Rhythmussektion und Nollis meisterhafte Gitarrensoli sorgten dafür, dass niemand still sitzen bleiben konnte. Mit „Anna Mae“ und „Texas Boogie“ setzte Big Daddy Wilson weitere Akzente, die den Raum in eine Blues-Party verwandelten.

Die Vielfalt des Programms wurde durch Songs wie „The City Streets“ und „He Cares For Me“ deutlich, in denen Wilsons emotionaler Tiefgang spürbar wurde. Hier zeigt Wilson auch seine Fähigkeit, intime Geschichten zu erzählen, die das Publikum berühren.

Mit I Can’t Help But I Love You und Ain’t Got No Money wurde die Energie erneut angehoben, und der humorvolle Dialog Wilsons mit dem Publikum lockerte die ohnehin schon ausgelassene Stimmung weiter auf. Jeder Song wurde von der Band präzise und leidenschaftlich interpretiert, was ihre herausragende musikalische Qualität unterstrich.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends bildete der Song Love Is the Key, der die zentrale Botschaft des Abends perfekt zusammenfasste: Liebe, Musik und das Gemeinschaftgefühl können die Seele berühren und Menschen verbinden. Das Publikum dankte es mit anhaltendem Applaus, Jubelrufen und einer fast greifbaren Begeisterung.

Sixtyfour begeisterten in Goethes PostamD
Sixtyfour begeisterten in Goethes PostamD

Am Freitag erlebte Goethes PostamD in Kassel einen unvergesslichen Konzertabend mit der Band Sixtyfour. Das Acoustic-Classic-Rock-Duo, bestehend aus Ulf Gottschalk (Gitarre, Keyboard, Gesang) und Harry Stingl (Gitarre, Gesang), das seit 2014 gemeinsam musiziert, begeisterte mit einem abwechslungsreichen Konzert voller Rockhymnen und wunderschöner Eigenkompositionen.


Bereits im Vorfeld war die Nachfrage groß, und die fast ausverkaufte Location mit etwa 100 Zuschauern sorgte für eine intime und gleichzeitig begeisterte Atmosphäre. Den Auftakt machte Sixtyfour mit Ed Sheerans „I See Fire“. Der Song wurde mit beeindruckender Präzision und emotionaler Tiefe dargeboten, was das Publikum mit großem Applaus honorierte. Es folgten Klassiker wie „Free Fallin“ und „Every Breath You Take“, bevor Harald Tauber die Bühne betrat. Mit Gesang und Cajon verlieh er den Songs eine zusätzliche Dynamik. Während des Songs „Over My Shoulder“ gesellte sich Rockröhre Kim Herrmann dazu und begeisterte wieder einmal mit kraftvoller Stimme und großartiger Bühnenpräsenz. Ein weiterer Höhepunkt dieses Abschnitts war zweifellos „In the Air Tonight“, bei dem Ulf Gottschalk vom Gitarrenspiel zum Keyboard wechselte. Der Song erzeugte Gänsehaut und erntete tosenden Applaus vom Publikum.


Nach einer kurzen Pause startete das zweite Set mit dem energiegeladenen „Come Together“ - mit ganz kurzer Grätsche zum Gassenhauer "Marmor Stein & Eisen (bricht)". Ein besonderer Moment war die Interpretation von Elvis Presleys „Blue Suede Shoes“ durch Christoph Steinau, der mit seiner authentischen Performance und dem unverkennbaren Hüftschwung das Publikum zum Jubeln brachte. Steinau, Filmemacher und kreativer Kopf hinter dem neuen Harry-Stingl-Video „Get Lost“, präsentierte im Rahmen des Konzerts auch das dazugehörige Video – ein gelungener Einblick in die multimedialen Talente der Band.


Weitere musikalische Gäste bereicherten den Abend: Lars Rühl unterstützte gesanglich und trug zur Vielfalt der Stimmen bei, während Claudius Freyer mit seiner Blues Harp einen besonders emotionalen Moment akzentuierte. Der Blues, inspiriert von einem gemeinsamen Verlust und seinerzeit geschrieben von Tauber und Stingl, ging hörbar unter die Haut. Kim Herrmann glänzte daraufhin bei „Shallow“, bevor der Sting-Klassiker „Message in a Bottle“ mit einer großartigen Darbietung begeisterte.


Den krönenden Abschluss des regulären Programms bildete der neue Song „Get Lost“, der von allen Künstlern gemeinsam performt wurde – ein symbolträchtiger Moment voller Energie und Zusammenhalt. Die Zugaben, „Stairway to Heaven“ und „Old Time Rock & Roll“, rissen die Zuschauer endgültig von den Sitzen und sorgten für tosendes Finale.


Die tolle Location des Goethes PostamD, die hervorragende Songauswahl und die spürbare Spielfreude der Musiker machten diesen Abend zu einem Erlebnis. Der Name Sixtyfour, inspiriert durch das Geburtsjahr der beiden Bandmitglieder, steht für Qualität, Leidenschaft und Musik, die Generationen verbindet. Zufriedene Zuschauer, super Stimmung – ein rundum gelungener Konzertabend.

Joy Bogat im Theaterstübchen
Joy Bogat im Theaterstübchen

Der vergangene Konzertdonnerstag im Theaterstübchen stand im Zeichen des Soul. Unter ihrem Motto "Maybe being soft is what makes us worthy of trust" brachte Joy Bogat ihr aktuelles Album "Fabric of Dreams" live auf die Bühne und bewies, wie kraftvoll und einnehmend ihre Musik ist. Die hannoversche Künstlerin trat zum ersten Mal im Theaterstübchen auf.


Getragen von Bogats einzigartiger Stimme, die mit beeindruckender Klarheit und Tiefe zwischen Soul, Alternative RnB und Indie changiert, entfaltete sich ein Set voller emotionaler Intensität. Begleitet von Albrecht Bibas (Drums) und Lasse Altmark (Bass) erschuf die Sängerin eine Soundlandschaft aus flächigen Synthesizern, sanften Grooves und Spoken-Word-Elementen, die sich zu einem hypnotisierenden Gesamtbild verbanden.


Besonders bewegend war der Song Slowly, der während der Coronazeit entstand und einen lockdownbedingten Perspektivwechsel beschreibt. Stücke wie No Gravity, My Intuition oder Milk and Honey zeigten die Vielschichtigkeit ihrer Musik, von verträumten Melodien bis hin zu treibenden Rhythmen. Raise My Glass und Why Should We Lie sorgten für mitreißende Momente, die das Publikum mit Applaus quittierte.


Die intime Atmosphäre des Theaterstübchens unterstrich die persönliche Note von Joy Bogats Musik. Man spürte ihre Authentizität und die Hingabe, mit der sie ihre Songs präsentierte. In den Texten, die oft von Selbstreflexion und Träumen erzählen, konnte sich jede*r wiederfinden. Ihre Musik wirkt fast therapeutisch – beruhigend, bestärkend und voller Hoffnung.


Ein Konzert, das zeigte, wie sehr Joy Bogat ihre Zuhörer*innen berühren kann. Ihr Sound, ihre Stimme und die spielerische Leichtigkeit, mit der sie ihre Songs präsentiert, bleiben noch lange im Gedächtnis. Ein Abend voller Soul, Intimität und musikalischer Wärme.