Seit nunmehr 20 Jahren hat sich die amerikanisch-niederländische Formation Jaya the Cat den Genres Reggae, Ska und Punkrock verschrieben. Diese Kombination präsentierten sie am Donnerstag im Rahmen des 18. Weltmusikfestivals im Kulturzentrum Schlachthof.

Die Karten für dieses Konzert waren schnell ausverkauft. An der Tür des Kulturzentrums prangte der Hinweis, dass es keine Abendkasse mehr gibt. Dennoch mussten viele Fans und Interessierte, die ihr Glück versuchten, weggeschickt werden. Dass mehr Gäste den Rahmen gesprengt hätten, merkte man spätestens, als die zwei bärtigen Bandmitglieder Geoff Lagadec (Gesang, Gitarre) und Jan Jaap „Jay“ Onverwagt (Gesang, Bass) gefolgt von Dino Memic (Gesang, Gitarre), Karl Smith (Keyboard) und David “The Germ” Germain (Schlagzeug) gegen 21:15 Uhr die Bühne betraten und sich zahlreiche tanzwütige Fans im Bereich davor zusammenfanden.

Kurz darauf geht es auch schon los mit einem Feuerwerk an Reggae-Klängen, die das Quintett aus ihren Instrumenten kitzeln. Geoffs raue Stimme und die hedonistisch geprägten Texte fügen sich wunderbar in den satten Instrumentalsound ein. Ein einzigartige Mischung aus Reggae, Ska und Punkrock angereichert mit einer Prise Dub und Dance Hall Beats vereinen sich zu einem musikalischen Soundtrack, der die Geschichten von betrunkenen Sonnenaufgängen, haarscharfen Fluchtversuchen, funktionsgestörten Liebesaffären, politischen Enttäuschungen und optimistisch erhobenen Gläsern bei Streifzügen durch zwielichtige Bars und durchzechten Nächten unterstreicht.

Der enorm livetaugliche Sound von Jaya the Cat ist durchdringend, sprüht vor Lebensfreude und Energie und geht direkt in Kopf und Beine. Ein Gefühl der Euphorie macht sich breit, welches in ein Großteil der Gesichter im Publikum geschrieben steht. Kaum ein Gast bleibt mehr still an seinem Platz. Es wird getanzt, gewippt und den Reggae-Rhythmus gefeiert.