Fünf Musiker haben sich zusammengefunden, um gemeinsam dem Blues zu frönen. „Jelly Daze bringen Rhythm’n Blues mit fettem Sound und unbändiger Improvisationslust. Besonders die weniger bekannten Bluesperlen haben es den fünf Musikern angetan. Aber auch Klassiker, die man schon oft gehört hat klingen hier faszinierend neu“, liest man in ihrem Pressetext. Das Ergebnis präsentierten sie gestern im Theaterstübchen.

Man hätte das Konzert auch „Best of Blues“ nennen können, denn eine Auswahl dessen spielten die fünf Musiker. Hits von Größen wie B.B. King, Muddy Waters und Buddy Guy standen auf der Setlist des Abends und ließen jedes Bluesherz höher schlagen. Frontmann Andreas Diehlmann (Gitarre, Gesang), der auch mit der stimmgewaltigen Sydney Ellis durch Europa tourt, stürzte sich virtuos von einem zum anderen Blues-Abenteuer. Tom Tkacz stieg mit röhrendem Saxophon in das Duell der Instrumente ein oder setzte mit der Mundharmonika neue Akzente. Dazu gesellten sich groovige Keyboardklänge von Udo Krüger. Den Rhythmuspart übernahmen Roland Dippel (Bass) und Christian Friedrich (Schlagzeug). Das Publikum war zu Recht begeistert. Quer durch die Vertreter des Rhythm and Blues über Chicago Blues bis hin zum Memphis Blues führte der Pfad und erreichte euphorische Höhen, Herz-Schmerz-Tiefen sowie Sinn und Sinnlosigkeiten des Lebens und wie ein Bluesmusiker damit umzugehen vermag, immer passend kommentiert von Gitarrenmeister Andreas Diehlmann, der mit Witz und Charme durch den Abend führte.