JP Soars & Red Hots gehören zu dem Besten, was die amerikanische Bluesszene zur Zeit bietet. Dafür sprechen vor allem der Gewinn der International Blues Challenge 2009, wobei JP ganz nebenbei auch den Albert King Award als bester Gitarrist einheimste und die Nominierung für die Blues Music Awards 2011. Am gestrigen Montagabend spielten sie als Quartett in der gemütlichen Atmosphäre des Kasseler Theaterstübchens.

Erdigen Chicago-Blues spielt die Band um JP Soars. Aber so ganz festlegen lassen sie sich nicht, man hört bei dem einen oder anderen Song Einflüsse aus vielen anderen Musikrichtungen heraus. Soars versteht es, mit rauchiger Stimme und seinem virtuosen Gitarrenspiel zu überzeugen. Dass er neben dem Blues im Blut auch eine Vorliebe für Metal pflegt, wird in einigen seiner Songs bewusst. Er selbst schreibt über sich: „Ich mag T-bone Walker, Jesse May Hemphill, Wes Montgomery, Django Reinhardt, Muddy Waters, Johnny Guitar Watson, Guitar Slim and Louis Jordan. Aber ich mag auch Tito Puente, Miles Davis, Hank Williams, Black Sabbath and Slayer.“ Vor seiner Blueskarriere tourte er mit einigen Metalbands um die Welt.
Blues der Extraklasse bekam man bei dem nun zweiten Auftritt des Ensembles im Theaterstübchen zu hören. Die Band aus Florida versteht es, mit ordentlich Druck seine Zuschauer zu begeistern. Bei dieser Tour ist aus dem ehemaligen Trio ein Quartett geworden. Die zweite Gitarre wird von Steve Laudicina übernommen, den rhythmischen Part übernehmen Chris Peet (Schlagzeug) und Pat Ward (Bass).