5300 Zuschauer sahen am Freitagabend ein sensationelles Unentschieden gegen die Gäste aus Offenbach. Dabei sah es lange Zeit nicht so gut aus.

Denn bis zur 82. Minute zeigte die Tafel noch einen Spielstand von 0:2 zugunsten der Kickers, die das Spiel in der zweiten Halbzeit lange dominierten. „Nach dem 2:0 haben die Kickers ihr Spiel eingestellt und Kassel hat aufgedreht“, erlärte Offenbachs Trainer Rico Schmitt im Anschluss. In den ersten 45 Spielminuten wirkte die Partie dagegen noch recht ausgeglichen. Torchancen gab es auf beiden Seiten, punkten konnte jedoch keiner.

Nach der Pause erhöhten die Südhessen den Druck. Mit Erfolg, denn bereits in Minute 52 traf Martin Röser und neun Minuten später erhöhte Benjamin Pintol zum 2:0 für die Gäste. Sieben Minuten vor offiziellem Spielende geschah dann das, woran viele nicht mehr glaubten: Der zuvor eingewechselte Sqipon Bektasi setzte sich durch und traf für die Heimmannschaft. Das Publikum hielt sich nicht mehr auf den Plätzen, Riesiger Jubel schallte durch das Auestadion. 5000 Menschen spornten die KSV-Spieler noch einmal zu Höchstleitung an. Nun ging es schnell. Angriffe folgten auf Angriffe. Die Löwen waren wie ausgewechselt und zeigten ihre Zähne. In einem letzten Aufgebot in allerletzter Minute verwandelte Torschütze Bektasi einen Eckball zum Glückstreffer. 2:2 – Die Sensation war da!

Fünf Festnahmen nach dem Spiel

Leider gab es auch weniger positive Ereignisse. Nach dem zwischenzeitlichen 0:2 zündeten Fans im KSV-Fanblock Pyrotechnik und Rauchkörper. Ein Tatverdächtiger wurde nach dem Spiel identifiziert und festgenommen. Durch diverse Auseinandersetzungen zwischen Fans und Polizei wurden anschließend vier weitere KSV-Fans festgenommen. „Unser Einsatzkonzept der konsequenten Fan-Trennung ist aufgegangen“, zog Polizeidirektor Michael Tegethoff ein erstes Fazit.