Zum zehnten Mal präsentiert die Veranstaltung „LICHT(e)WEGE“ in Kassel eine zeitgemäße Interpretation eines Lichterfests und gastiert nach 2014 nun erneut auf dem Weinberg.

Der Grundgedanke von Markus Hutter und Herwig Thol war es, bildende Lichtkunst an den Standort zu bringen. Bereits in den 90ern sei die Vision entstanden, bis zur Umsetzung vergingen jedoch noch einige Jahre, erklärten die Macher. Bereits die Premiere 2002 mit der ersten Ausstellung im Bergpark fand großen Zuspruch. 2005 folgte die zweite. Anschließend wurde das Projekt auf der Insel Siebenbergen und im großen Gewächshaus am Schloss Wilhelmshöhe fortgeführt. Vor zwei Jahren wurde der Weinberg als Standort gewählt. 8.000 Besucher ließen sich damals von den Lichtkunstwerken begeistert.

Petr Manteuffel und sein Projekt „Formel 13“

In diesem Jahr folgt nun die Jubiläumsausgabe. 12 Künstler präsentieren ihre Arbeiten auf dem Gelände zwischen Grimmwelt und Frankfurter Straße. Dabei finden gerade aktuelle Themen ihren festen Platz in der Ausstellung. Bei seinem Projekt „Ach Europa …“ geht es in gewisser Weise um die Zerrissenheit Europas, erkärt uns der Künstler Eberhard Weyel. Mit der Installation von Zelten, die von Migranten bewohnt scheinen, kehrt das brisante Thema an den Weinberg wieder. Petr Manteuffel hat Tanzproduktionen am Theater inszeniert. Nun zieht er eine Parallele und lässt mit seinem Projekt „Formel 13“ ein zerlegtes Objekt über das steinerne Gelände „tanzen“.

Das Gelände ist vom 9. Juli bis 21. August täglich von 20 bis 0.30 Uhr geöffnet. Eintritt 8 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder bis zwölf Jahre frei. Einen Kurzführer gibt es gratis am Eingang.