Nina Attal versteht es, verschiedene Musikrichtungen zu verbinden. Wie ein Wirbelwind fegt sie über die Bühne und durch die Genres Blues, Funk, Soul und Jazz. Mit starker Stimme stellte sie gestern im Kulturzentrum Schlachthof ihr neues Album „Wha“ vor.

Nina Attal gilt als große französische Blues-Hoffnung. Ihr zweites Album „Wha“, dessen Songs sie zum größten Teil mit ihrem Bandkollegen Philippe Devin komponiert hat, bietet einen kraftvollen Mix aus B.B. King, Stevie Wonder, Albert King and Chaka Khan-Einflüssen, gebettet in geschmackvollen Rhodes-Sound, stylische Gitarren und schäumende Bläser-Riffs. Mit der Unbeschwertheit einer 22-Jährigen und schier grenzenloser Energie versteht es die in Paris lebende Singer-Songwriterin, ihre Musik und das damit verbundene Lebensgefühl authentisch zu vermitteln.
Ihre sechsköpfige Band besteht neben der herkömmlichen Instrumentalisierung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug auch aus einem Keyboarder und zwei Bläsern, die facettenreiche Klangfarben in ihren Groove einfließen lassen. Texte, die zwischen politisch und persönlich, ernst und ironisch wechseln, betten sich in funkige Melodien und manchmal auch verzerrte Gitarrenriffs. Nina Attal experimentiert, aber versteht es trotzdem, mit ihrer Musik eine klare Linie zu verfolgen und stimmige Ergebisse zu erzielen.
2009 gewann Nina Attal Preise auf dem Nachwuchswettbewerb von „Blues sur Seine“ in Paris und war seitdem in der französischen Blues-Szene etabliert. Sie tritt regelmäßig bei verschiedenen Blues-Festivals auf.