„War mal was anneres“, resümierte Moderator G. von Bamberg das 7. Festival der Artisten, für das Flic Flac-Chef Benno Kastein wieder ein facettenreiches Programm zusammengestellt hatte.

Temporeich und olympiareif begeisterten die 12 Holy Warriers aus China mit artistischen Sprüngen durch 60 cm große Reifen. Tempo brachten auch Sven & Janine in die Manege. Auf einer wenige Quadratmeter runden Plattform wirbelten sie auf Rollschuhen herum. Hoch hinaus ging die Julio Robles Troupe, zuerst auf dem Drahtseil und später im Todesrad, wo sie Sprünge, Salti und spektakuläre Wendemanöver zeigten und den Puls zahlreicher Zuschauer beschleunigten. Für die darauf folgende Entspannung sorgte Baldrian mit seiner Entschleunigungstherapie. Der Schweizer ließ mit Hilfe seiner Flugobjekte und Haustiere kein Auge trocken.

Auf Geschwindigkeit setzten Viktoria Csordas, die bewies, dass das artistische Seilspringen durchaus unterhaltsam sein kann, und Jongleur Michael Ferreri aus Spanien, der die bis zu zehn Bälle so schnell fing, dass man seinen Augen kaum trauen wollte. Denis Ignatov überzeugte mit Kraft und Disziplin. Er schleuderte mannshohe Metallwürfel durch die Luft und erzeugte damit fantastische Farbmuster.

Spektakuläre Körperformen zeigten die Artisten von Atlantis. Die vier Männer bildeten meterhohe Türme, im Handstand stehend auf den Köpfen der Untermänner. Es sah spielend einfach aus, wie Lisa Rinne an der freihängenden Strickleiter turnte, in schwindelerregender Höhe durch die Luft wirbelte und den Zuschauern dabei fast den Atem verschlug. Leicht und grazil zeigte Olga Sevastynova hoch im Zirkuszelt und nur an zwei Tuchschlaufen hängend komplexe Figuren. Körperbeherrschung pur zeigte Andreas Bartel an dem Chinese Pole, einer fünf Meter hohen Fiberglasstange, und schien dabei die Schwerkraft zu überwinden.

Viele Ohs und Ahs hörte man in den Reihen der Zuschauer beim Auftritt der Pinillo Moto Riders. Eine 6,50m große Metallkugel, in der bis 10 zehn Biker herumfahren, Loopings drehen und bei waghalsigen Stunts Kopf und Kragen riskieren. „Die sind doch vollkommen verrückt“, hört man durch die Reihen raunen.

Die Weihnachtsshow gastiert noch bis zum 10. Januar auf dem Friedrichsplatz. Karten gibt es direkt an der Kasse.