Kassel. Nach 3,5 Jahren Bauzeit wurde das Hessische Landesmuseum heute Mittag wieder eröffnet. Die Landesregierung stellt für die bauliche und denkmalgerechte Instandsetzung sowie die Neuanlegung der Ausstellung etwa 31,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen bei der feierlichen Eröffnung im Antikensaal des Landesmuseums – Foto: Wirth

„Mit der Wiedereröffnung des Hessischen Landesmuseums in Kassel ermöglicht das Land Hessen ab sofort Besucherinnen und Besuchern einen Rundgang durch rund 300.000 Jahre nordhessischer Kultur- und Landesgeschichte. Die Neugestaltung des Museums ist ein ganz wichtiger Bestandteil des 200 Millionen Euro umfassenden Projekts der Landesregierung zur Neuordnung der Museumslandschaft Kassels. Die Gelder der Landesregierung sind hier sehr gut investiert“, sagte Minister Rhein.

Mehr als 6.000 Objekte wurden im letzten halben Jahr wieder Teil der Ausstellung und werden auf einer Fläche von etwa 3.800 Quadratmetern präsentiert. Das sind rund 1.000 Quadratmeter mehr als vor dem Umbau. Auf drei Ebenen wird die Geschichte von der Altsteinzeit bis zur Gegenwart dargestellt, auf Ebene 1 geht es um den großen Zeitraum von der Steinzeit bis zum Frühmittelalter, auf zweiter Ebene wird die Zeitlinie bis in das 19. Jahrhundert fortgesetzt, in der oberen Etage der Dauerausstellung wird die darauf folgende Geschichte bis zur Gegenwart beleuchtet. In einer vierten Ebene stehen rund 200 Quadratmeter für Sonderausstellungen zur Verfügung. Ein barrierefreier Rundgang durch das gesamte Gebäude ist durch die Überdachung der beiden Innenhöfe ermöglicht worden.

Oberbürgermeister Bertram Hilgen, Staatsminister Boris Rhein und Prof. Dr. Bernd Küster (MHK) – Foto: Wirth

„Mit dieser modernen Ausstellungskonzeption macht es das Hessische Landesmuseum in Kassel erstmals möglich, hessische Geschichte von den ersten Hessen bis in die Gegenwart zu erleben. Die Ausstellungskonzeption ist wegweisend für unsere Sicht auf die Vergangenheit des Landes. Nur ein lebendiges Museum kann ein aktiver Anknüpfungspunkt für die kulturelle Vielfalt des Landes sein“, erklärte Mister Boris Rhein abschließend.