Der Name Stolle ist vielen im Raum Nordhessen und darüber hinaus ein Begriff. Gemeint ist ein erstklassiger Musiker, der viele mit seiner einzigartigen Lebensgeschichte bewegt hat. Am gestrigen Donnerstagabend trat er mit seiner Band im Theaterstübchen auf.

Der Mann mit dem Hut wirkt in sich gekehrt. Er sitzt auf einem Hocker, die Gitarre liegt in seinen Händen. Mit geschlossenen Augen fängt er an zu spielen und zieht von der ersten Minute an sein Publikum in den Bann. Emotionen schwappen über, eine Achterbahnfahrt durch melancholische Talstürze und in euphorische Höhen, aber immer ehrlich. Stolle, der eigentlich Thomas Stolkmann heißt, ist ein Vollblutmusiker, der seinen Blues und Soul aus tiefsten Herzen auszudrücken versteht. Egal, ob er „Geogia“ singt oder mit „I’m a man“ zum Tanzen auffordert, es geht direkt ins Blut und dafür liebt ihn sein Publikum.
Gut zwei Stunden spielte Stolle an diesem Abend. Unterstützt wurde er von seiner ebenso sehr guten Band mit zum Teil sehr bekannten Gesichtern der regionalen Musikerszene, allen voran Bassist Ben Smith, ein langjähriger Wegbegleiter des Sängers. Nils Weidinger übernahm an diesem Abend das Keyboard, Schlagzeuger Björn Bott sorgte für den rhythmischen Part und Kassels Vorzeigesaxophonist Philipp Haacke begeisterte mit einigen „röhrenden“ Soloeinlagen.
Gespielt wurde eine tolle Zusammenstellung aus Blues und Soul mit Hits von „Ain’t no sunshine“ bis „The ghetto“.