Trilok Gurtu kann man ohne Umschweife als Weltstar bezeichnen. Nicht umsonst hat Gurtu insgesamt sieben Mal den Kritikerpreis des weltweit wichtigsten Jazzmagazins „ownbeat“ als bester Perkussionist des Jahres erhalten und in seiner Karriere mit Größen wie Salif Keita, Angélique Kidjo, Jan Garbarek, Joe Zawinul, Pat Metheny, Yo-Yo Ma, John McLaughlin und vielen mehr zusammengearbeitet. Am Donnerstag präsentierte der indische Musiker sein Projekt zum neuen Album „Spellbound“ im Kasseler Theaterstübchen.

Viele sind gekommen, um das Rhythmuswunder zu erleben. Trilok Gurtu nimmt Platz an Schlagzeug und Tabla, einer indischen Trommel. Seine Hände rasen nur so über die Instrumente. Er trommelt, berührt sanft, reibt an seinen Perkussioninstrumenten und lässt rhythmische Flächen entstehen, die beim Zusammenspiel mit Frederik Koester (Trompete), Jonathan Ihlenfeld Cunado (Bass) und Jesse Milliner (Piano) ganz neue Akzente setzen.
Trilok Gurtu fühlt sich im Jazz genauso wohl wie in der Weltmusik, als deren Vertreter er seit den 1990ern gilt. Seine Auftritte in Montreux, in der Philharmonie Köln, im Konzerthaus Wien, beim Paléo Jazz Festival, der Leverkusener Jazztage, in der Alten Oper Frankfurt, der Glocke Bremen und der Philharmonie Berlin sprechen für sich. Berühmt geworden ist er als eine Art Vermittler zwischen indischen und westlichen Musik-Traditionen.