Auf große Reise entführten Kitty Hoff und ihre Band Forêt Noire die Besucher des Theaterstübchens in Kassel. Im Rahmen ihres Auftritts präsentierten sie ihr aktuelles Album „Argonautenfahrt“.

Veranstalter Markus Knierim kündigte sie mit den Worten an, er habe sich ganz besonders auf dieses Konzert gefreut. Kitty Hoff, die eigentlich Kathrin Oberhoff heißt, ist zu einem Geheimtipp in der deutschen Chansonszene avanciert. Am Samstagabend begab sie sich, getreu der griechischen Mytholologie, auf die Reise nach dem Goldenen Vlies. Stilechte Bühnendekoration darf bei einem Auftritt der Berlinerin natürlich nicht fehlen. Altmodische Lampen und Seekarten sorgen für die passende Atmosphäre.
Zwischen Nullösungen, Wutbürgern und Stresstests gehen Kitty und die Schwarzwaldherren seelenruhig und guter Dinge auf die Argonautenfahrt. Leicht und doch melancholisch ist ihr Gesang, der vor dem breiten Klangteppich der Band fast zerbrechlich wirkt und doch alles zusammenhält. Entspannte Melodien, aber auch druckvolle Rhythmen gesellen sich zu Einflüssen aus Reggae, Pop und Swing. Allroundtalent Kitty Hoff setzt auf feinen Humor, der niemals überladen wirkt oder im Klamauk endet. Frau Hoff hat mit ihrem eigenwilligen Mix eine Nische besetzt, die sich entfernt mit Jazzchanson beschreiben lässt, aber in eine Schublade lässt sich die Frontfrau nicht gerne stecken. Dazu hat sie wahrscheinlich auch zuviele Ideen.