Einst gründete er mit seinem Bruder Mark die legendären Dire Straits. Gestern stand David Knopfler auf der Bühne des Theaterstübchens in Kassel.

Dass an der Abendkasse keine Eintrittskarten mehr verfügbar waren, war nicht verwunderlich. Die Veranstaltung war ein Highlight, auf das sich viele der zweihundert Gäste schon monatelang gefreut hatten. Mit musikalischer Unterstützung durch seinen langjährigen Freund Harry Bogdanovs präsentierte David Knopfler gestern in der etwas intimeren Atmosphäre des Theaterstübchens die schönsten Hits seiner Sololaufbahn.

Um kurz nach 20 Uhr betraten er und Gitarrist Bogdanovs, der schon unter anderem bei Marius Müller-Westernhagen, John Farnham, The Shadows und Elton John mitgewirkt hat (um nur einige bekannte Namen zu nennen), die Bühne und stiegen mit „Jericho“, gefolgt von „Hard Times in Idaho“ ein. Stille herrschte unter den Zuschauern im Saal. Jeder Einzelne lauschte den Klängen der beiden Ausnahmemusiker. Weiter ging es mit Titeln wie „America“ und „Easy Street“, wobei sich Knopfler und Bogdanovs an Gitarre und Piano abwechselten. Zwischen den Titeln gab es die eine oder andere Anekdote zu hören, meist beschränkte sich der Sänger und Songwriter allerdings auf kurze Einwürfe. Etwa zwei Stunden, unterbrochen durch eine Pause, spielten die beiden Musiker.
Seine Solokarriere startete der Mitbegründer und Ex-Gitarrist der Dire Straits bereits 1983, seitdem hat er 14 Alben veröffentlicht, das letzte „Made in Germany“ zusammen mit Harry Bogdanovs. Stilistisch ist bei David Knopfler einiges dabei, darunter Rock, Blueselemente, Folk und Country.